Vergütung steigt durchschnittlich um 12,7 Prozent / Bayerns Justizminister Eisenreich: „Der Einsatz der Betreuerinnen und Betreuer ist von unschätzbarem Wert.“
Seit 1. Januar 2026 steigt die Vergütung der beruflichen Betreuerinnen und Betreuer in Deutschland durchschnittlich um 12,7 Prozent. Die jährliche Aufwandspauschale für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer wurde von 425 Euro auf 450 Euro erhöht. Das System der Fallpauschalen soll zudem vereinfacht werden. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: „Ob nach einem Unfall, im Fall einer schweren Krankheit oder infolge von Demenz: Jeder von uns kann in die Situation geraten, wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst treffen zu können. Ohne die vielen beruflichen und ehrenamtlichen Betreuer im Land wäre es vielen Menschen verwehrt, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Deshalb setzt sich Bayern seit Jahren für bessere Bedingungen für Betreute sowie Betreuerinnen und Betreuer ein.“
Das gilt insbesondere für den Abbau bürokratischer Hürden.
Schuldnerverzeichnis: Bereits im Jahr 2024 hatte der Bund einen bayerischen Vorschlag zur Unterstützung der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer aufgriffen. Diese müssen die erforderliche Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis nicht mehr selbst vorlegen, sondern die Betreuungsbehörden können diese für die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer einholen.
Gebührenbefreiung: Bayern hatte ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer bereits mit einer landesrechtlichen Änderung entlastet. Seit dem 1. Januar 2023 können diese ihre Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis gebührenfrei erhalten.
Überprüfung von Berichts-, Genehmigungs- und Rechnungslegungspflichten: Im Juni 2025 forderte Bayern gemeinsam mit anderen Ländern bei der Justizministerkonferenz, die umfangreichen Berichts-, Genehmigungs- und Rechnungslegungspflichten für ehrenamtliche und berufliche Betreuer auf den Prüfstand zu stellen und auf das Maß zu beschränken, das zum Schutz der Betreuten erforderlich ist.
Justizminister Eisenreich: „Der Einsatz der Betreuerinnen und Betreuer ist von unschätzbarem Wert. Die bayerische Justiz wird sich für die Interessen der Betreuerinnen und Betreuer weiter einsetzen.“
Dauerausstellung Weiße Rose Saal
Ihren Mut zur Freiheit haben die Geschwister Scholl und vier ihrer Freunde mit dem Leben bezahlt. Wohin es führen kann, wenn die Dritte Gewalt im Staate ihre Unabhängigkeit verliert, zeigt die Dauerausstellung Willkür „Im Namen des Deutschen Volkes“.
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Bayerisches Staatsministerium der Justiz